Filialkirche St. Valentin von Rätien in Unterdeggenbach

   
   

   
 
   

Erstmals wird der Ort unter Bischof Ambricho von Regensburg in den Jahren 894 bzw. 891 erwähnt. Die Kirche in ihrer heutigen Form ist im 17. Jahrhundert entstanden. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass ein Vorgängerbau vorhanden war.

Beim Eingang in die Kirche befindet sich ein kleiner Vorraum, direkt unter dem Turm und der Empore. Vor hier aus kann man bereits das Bild der 14 Nothelfer betrachten. Danach betritt man erst das eigentliche Kirchenschiff. Im Hochaltar ist eine hervorragende Figur der Anna Selbdritt aus der Zeit um 1520 zu sehen; sie ist typisch der Landshuter Schule um Meister Hans Leinberger zuzurechnen. Oben im Altar steht der Hl. Valentin, der Patron der Kirche, aus der Zeit um 1500.

Eine Besonderheit ist ein großes Kruzifix aus der Romanik, der Zeit um 1200. Der romanische Gekreuzigte ist meistens ein sogenannter „thronender“ Christus, dem sozusagen das „ans-Kreuz-Schlagen“ gar nicht so sehr quält; er wird dargestellt in einer relativ hoheitsvollen Haltung, wie auf einem Thron, meistens auch mit offenen Augen, er wendet sich hoheitsvoll dem Beschauer zu.

Besonders sehenswert sind auch die auffälligen, nicht alltäglichen Kreuzwegstationen, die an den Seitenwänden angebracht sind. Die Kirche hat 128 Sitzplätze und drei Glocken. Das Patroziniumsfest wird jedes Jahr am Fest der Taufe des Herrn gefeiert. Eine kleine Kirche, aber wunderschön gestaltet, ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

   

Kirchenpfleger: Herr Bernhard Brattinger
Mesner: Herr Matthias Pfeuffer
Zahl der Ministranten: 7

   

   


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Foto: Marianne Schmid >>  STARTSEITE  <<