St. Nikolaus erstrahlt in neuem Glanz

Festgottesdienst zum Abschluss der Kirchenrenovierung

Am 21. Mai feierte Pinkofen den Abschluss der Sanierungsarbeiten der Pfarrkirche St. Nikolaus mit einem Festgottesdienst, der vom Oberdeggenbacher Männer-Dreigesang musikalisch feierlich umrahmt wurde. Geladen waren Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, Bürgermeister und Marktgemeinderat sowie die Kirchengemeinde. Nach der Messe traf man sich zu einem Stehimbiss vor der Kirche. In mehreren Abschnitten wurde das Gotteshaus in den letzten zweieinhalb Jahren für fast eine Million Euro renoviert.

   

Die St. Nikolaus-Kirche in Pinkofen erstrahlt in neuem Glanz.

Pfarrer Dr. Joseph Vattathara freute sich in seiner Begrüßung, dass an diesem Gottesdienst auch Bürgermeister Christian Kiendl und ein Teil der Marktgemeinderäte teilnahmen. Er sagte, dass man mit dieser Messfeier den Dank an den Herrn zum Ausdruck bringen möchte, dafür, dass es bei den lange andauernden Sanierungsmaßnahmen keine Unfälle und Schäden gegeben habe. Dank richtete der Geistliche auch an die Kirchenverwaltung Pinkofen, besonders an Kirchenpfleger Josef Hemauer für seine in diese Sanierungsarbeiten eingebrachte Zeit und Mühe, und an den Markt Schierling für die Bezuschussung der Sanierung.

„Dieser Gottesdienst soll an die Botschaft vom Kirchweihfest erinnern. Die Bibel sagt: ‚Die Kirche ist aus lebendigen Steinen erbaut‘ und der Apostel Paulus deutet im Korintherbrief diesen Begriff mit: ‚Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?‘ Die steinerne Kirche ist ein Ort, wo ein gläubiger Christ den Sinn seines Glaubens entdecken darf und kann. Hier soll ein Gläubiger erfahren, dass der lebendige Gott in seinem Herzen wohnen will. Mögen andere Pfarrangehörige immer mehr diese Botschaft begreifen und dieses Gotteshaus ein Ort der Besinnung, der Ruhe und der Selbstentdeckung sein“, so Pfarrer Vattathara.

Am Ende des Gottesdienstes gab Kirchenpfleger Josef Hemauer einen Bericht über die Sanierungsarbeiten, die sich letztlich auf 920.000 Euro belaufen. Bereits 2001 wurden in einem statischen Gutachten eine Vielzahl von Mängel und Schäden am Dachstuhl der Pfarrkirche festgestellt. Daraufhin mussten die gefährdeten Bereiche in regelmäßigen Abständen durch einen Statiker kontrolliert werden. Ende 2011 war jedoch ein weiteres Hinauszögern der Instandsetzungsarbeiten nicht mehr zu vertreten, so dass sich die Kirchenverwaltung Pinkofen entschloss, ein Verfahren zur Außensanierung des Gotteshauses einzuleiten.

   

Die umfangreichsten Sanierungsmaßnahmen betrafen den Turm und den Dachstuhl.

Nach umfangreichen Planungsarbeiten begann die Dachstuhl- und Turmsanierung im August 2014, die ein Jahr dauerte. Dann wurde die Außensanierung des Gebäudes in Angriff genommen. Unter Leitung des Ingenieurbüros Magerl aus Obertraubling waren 22 Firmen an den Arbeiten beteiligt. Ihnen sprach der Kirchenpfleger im Namen der Pfarrei Dank für fachmännische und korrekte Ausführung der Arbeiten aus. Getragen wurden die Sanierungskosten durch Zuschüsse vom Bistum Regensburg (414.900 Euro), vom Markt Schierling (117.600 Euro) und von der Landesstiftung (32.000 Euro) sowie durch Spenden von Pfarrangehörigen (11.200 Euro) und die Eigenbeteiligung der Pfarrstiftung Pinkofen in Höhe von 344.300 Euro. Den Zuschuss-Gebern und den Spendern sagte Josef Hemauer ein herzliches Vergeltís Gott.

Bürgermeister Christian Kiendl gratulierte im Namen des Marktes Schierling zur gelungen Sanierung. Der Markt habe insgesamt 117.600 Euro an Zuschuss ausbezahlt und dies auch gerne getan, weil Kirchen in den Dörfern meistens die wichtigsten Baudenkmäler seien und die Menschen auch stolz darauf sind. Hinzu komme, dass die wichtigsten Ereignisse im Leben der Bewohner, wie Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit oder auch das Trauern um verstorbene Angehörige, sehr oft mit dem heimatlichen Gotteshaus in Verbindung stehen. „Und genau darum geht es, dass wir den Erhalt dieser Denkmäler fördern und dass wir damit einen Beitrag zur Stabilisierung der Identität leisten. Denn unsere Heimat ist Anfang und Zukunft zugleich. Unsere Herkunft prägt uns und je mehr Verwurzlung mit der Heimat erfolgt, umso mehr wächst unsere Zufriedenheit und vielleicht sogar ein bisschen Stolz. Wir wollen als Markt Schierling gerne dabei mithelfen, dass Sie Ihre eigene Dorf-Identität bewahren, festigen und steigern können. Deshalb wurde in Pinkofen auch das neue Dorf-Gemeinschaftshaus beschlossen“, so der Bürgermeister.

   

Nach dem Dankgottesdienst lud die Kirchenverwaltung zu einem Stehimbiss.

   

   


<<  ZURÜCK  << Text und Fotos: Robert Beck >>  STARTSEITE  <<