Hoffnung schenken

Krippenspiel verkündete die Weihnachtsbotschaft
   

Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene fanden sich am Spätnachmittag des 24. Dezember in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Unterlaichling zum Kinder- und Seniorengottesdienst ein, nicht zuletzt, um sich auf den anstehenden Heiligen Abend einzustimmen. Das Gotteshaus war voll besetzt, und Kinder des Dorfes verkündeten die Weihnachtsbotschaft in Form eines Krippenspiels. Musikalisch gestaltete der Kirchenchor Unterlaichling unter Leitung von Veronika Friedl in eindrucksvoller Weise die Messfeier.

Das Evangelium wurde bei diesem Gottesdienst in etwas anderer Form verkündet. Hier setzten Kinder aus dem Dorf in Szene, was vor über 2000 Jahren in Bethlehem geschehen ist. In dieser Nacht waren Maria und Josef (Anna Schmid und Felix Biersack) unterwegs nach Bethlehem, um sich, dem Erlass von Kaiser Augustus folgend, in Steuerlisten eintragen zu lassen.

   

Beim Krippenspiel schlüpften Kinder in die Rolle von Maria und Josef sowie Hirten, Engel, Soldat und Herbergswirte.

   

Obwohl ihr Kind geboren werden sollte, fand das Paar bei Herbergswirten (Leon Robold und Julia Weiser) keine Unterkunft. Ihre Bleibe wurde letztlich ein Stall. In der Nähe lagernde Hirten (Lara Wolff, Ben Froschhammer sowie Jonas und Paul Hendlmeier) spürten, dass in dieser Nacht etwas Besonderes geschehen ist. Ein Engel (Anna Weiser) und ein leuchtender Stern wiesen den Hirten den Weg.

„Aufbrechen, vertrauen und einfach da sein“
Als Erzählerin der Geschichte fungierte Regina Seidl und als verkündender Soldat Moritz Biersack. Pfarrer Justine Chakkiath sagte, dass man von den Hirten lernen könne. „Aufbrechen, vertrauen und einfach da sein – mit leeren Händen. Wir beschenken Gott nicht – er beschenkt uns. Weihnachten ist die Zusage: Da ist jemand, der unser Herz versteht, der uns aufrichtet, der uns nach Hause bringt. Dieses Kind ist unser Retter – für die Welt und für dich. So wünsche ich allen, dass wir in dieser Nacht den Mut haben, Gott in unseren eigenen Stall zu lassen, dass wir unsere Sorgen und Ängste bringen und spüren dürfen – wir sind nicht allein. Möge das Licht von Bethlehem unsere Dunkelheiten erhellen, trösten, Hoffnung schenken – heute Nacht und jeden Tag“, sagte der Geistliche.

Zum Ende des Gottesdienstes lobte Pater Justine die Mitgestalter der Feier, vor allem das „Team Familien-Gottesdienst“ für die liebevolle Einstudierung des Krippenspiels mit den Kindern, den Chor für die würdige Umrahmung und die Ministranten für ihren Altardienst.

   


<<  ZURÜCK  << Text und Foto: Robert Beck // Laber−Zeitung >>  STARTSEITE  <<