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Traditionell haben die Koferer Sänger auch heuer wieder eine Maiandacht an der Kapelle in den Auwiesen zwischen Kraxenhöfen und Unterlaichling gestaltet. Es war die 20. Auflage dieser Art. 110 Besucher aus weitem Umkreis kamen, um sich bei Musik und Gebet eine besinnliche Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mitinitiator Heinrich Holz zeigte sich erfreut, dass wieder so viele gekommen waren, um mitzufeiern. Eine besondere Freude war es ihm, auch Nachkommen des hier Verunglückten, für den die Kapelle errichtet wurde, bei dieser Andacht willkommen heißen zu können. Ein Nachkomme reiste sogar aus Hamburg an. Mit altbayerischen Marienliedern und Volksliedern, in denen der Lobpreis der Gottesmutter zum Ausdruck kommt, gestaltete der „Wenger Dreiklang“ aus dem Isartal mit Bianka Schreiner, Gerlinde Wieselsberger und Monika Ringlstetter den musikalischen Teil der Andacht. Instrumental begleitet wurde die Gruppe von Reinhard März. Zusätzlich sorgten die Koferer Sänger mit Heinrich Holz, Josef Holz, Siegfried Engelhardt und Werner Stuber an der Zither für eine würdige musikalische Gestaltung. |

| Die Koferer Sänger und der „Wenger Dreiklang“ (musikalisch) sowie Anni Holz und Marlene Mayer (literarisch) gestalteten die Maiandacht an der Kapelle in den Auwiesen. |
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Im Wechsel mit der Musik lasen Anni Holz und Marlene Mayer Marien-Texte. Auch Fürbitten wurden vorgebracht und gemeinsam Gebete gesprochen. Das Wetter passte und so konnten die Besucher das besondere Flair dieser Andacht in vollen Zügen genießen. Bei leicht säuselndem Wind waren neben dem Gesang ab und an Vogelstimmen zu vernehmen, ein Rehbock beäugte die Szenerie aus sicherer Entfernung und ein schwarzer Milan drehte seine Kreise in luftiger Höhe. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Segne du Maria“ und dem Segen durch Pfarrer Justine Chakkiath beschloss man die Maiandacht. Hoffnung auf Wiedersehen im nächsten Jahr Vor 100 Jahren ereignete sich an der Stelle, wo diese Kapelle steht, ein schweres Unglück. Der Gast- und Landwirt Johann Rottmeier aus Oberlaichling wurde bei Erntearbeiten am 26. Juni 1926 durch einen Blitzschlag getötet. Zum Gedenken errichtete dessen Bruder Ludwig Rottmeier aus Untergraßlfing 1928 dieses kleine Kirchlein. Georg Renner aus Upfkofen heiratete eine Tochter des hier ums Leben Gekommenen und nahm sich der Pflege dieses Kleinods an. So erklärt sich auch, warum der „Volksmund“ für das Kirchlein den Namen „Renner-Kapelle“ schuf. Als der Zahn der Zeit schwer daran nagte, führten die Familien Renner und Blendl im Jahre 1984 eine Grundsanierung durch. Inmitten fetter Wiesen bildet die gepflegte Anlage mit zwei Ruhebänken unter schattigen Bäumen einen idealen Ort, um abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Eine Inschriftentafel lädt auch zu einem kurzen Gebet ein. |
| << ZURÜCK << | Text und Foto: Robert Beck // Laber−Zeitung | >> STARTSEITE << |