|
|
Einiges geboten war am beim Seniorennachmittag Ü60 der Pfarrei Pinkofen-Unterlaichling im Januar im Pinkofener Dorfgemeinschaftshaus. Referentinnen des Nachmittags waren Schwester Rosina und Schwester Maria von den Armen Schulschwestern in der Klosterfiliale in Schierling. Auch Bürgermeister Christian Kiendl stattete den Senioren einen Besuch ab. Er übermittelte seine Neujahrsgrüße, verbunden mit den besten Wünschen für ein gesundes und vor allem friedvolles neues Jahr. Neben der Gesundheit sei sicherlich der Frieden eine wichtige Sache. Lob zollte er den Mitgliedern des Organisations-Teams des Ü60-Cafés für ihr ehrenamtliches Engagement. |

| Bürgermeister Christian Kiendl übermittelte Neujahrsgrüße der Gemeinde. |
|
Schulschwestern gehören zum Schierlinger
Ortsbild |

| Schwester Rosina Ernst und Schwester Maria Jehle (stehend von links) referierten beim Ü60-Café über ihre Arbeit und die ihrer Ordensgründerin. |
|
Schwester Rosina Ernst und Schwester Maria Jehle gaben dann in ihrem Vortrag Einblicke in die Entstehung des Ordens der Armen Schulschwestern „Unserer Lieben Frau“. Dabei beleuchteten sie ausführlich das Leben der Ordensgründerin Karolina Gerhardinger aus Regensburg-Stadtamhof. Der damalige Dompfarrer und spätere Bischof von Regensburg, Georg Michael Wittmann, war der Mentor von Karolina Gerhardinger. Er übertrug ihr bereits als 15-Jährige das Lehreramt an der Mädchenschule von Stadtamhof. Nach dem plötzlichen Tod von Bischof Wittmann sah sich Karolina Gerhardinger verpflichtet, das begonnene Werk fortzusetzen. |

|
1833 begann sie, ihr Leben nach den Regeln der „Chorfrauen de Notre-Dame“ zu gestalten und gründete im Kloster Neunburg vorm Wald die Kongregation der Schulschwestern. Obgleich ihre Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen, betrachtet die Kongregation den 24. Oktober 1833 als den Tag ihrer Entstehung. Im Jahr 1865 erhielten sie die Approbation der Konstitution der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ durch Papst Pius IX. Mit Maria Theresia von Jesu, so der Ordensname von Karolina Gerhardinger, begann eine Blütezeit für die Kongregation. Sie verbreitete sich über elf Länder in Europa und Amerika. Nach dem Tod der Gründerin gab es mehr als 2.500 Schulschwestern, die in Volksschulen, Waisenhäusern, Tagesheimstätten und Kindergärten tätig waren. Am 17. November 1985 wurde Schwester Theresia von Jesu Gerhardinger von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen und der Freistaat Bayern ehrte sie 1998 für ihren bahnbrechenden Einsatz im Bildungswesen mit der Aufnahme ihrer Büste in die Walhalla. |

|
Die beiden Schwestern gaben auch Einblicke in die Gründung der Klosterfiliale in Schierling sowie in ihre Arbeit und ihr Leben in Schierling. Beide stellten dabei klar, dass es schön sei, in Schierling zu leben und zu wirken, weil ihnen große Wertschätzung entgegengebracht werde. Nach den Leitsätzen des Ordens „Leben in tiefer Verbindung mit Gott“, „Leben in Gemeinschaft“ und „Leben im Dienst für den Menschen“ stellten sie ihren Alltag in Schierling vor. Dabei wurde deutlich, wie breit gefächert sie sich mit ihrer Arbeit in Kindergarten, Pfarrei und Gemeinde einbringen. Mit dem Satz „Wir sind mittendrin – was Schierling bewegt, bewegt auch uns“ brachten die beiden dies auf den Punkt. Die Sprecherin des Leitungsteams, Rosemarie Brattinger, dankte abschließend den Referentinnen mit Geschenken. Das nächste Ü60-Café findet am Mittwoch, 11. Februar, im Schloss Eggmühl statt. Auf Einladung der Hausleitung des hier ansässigen Seniorenheims feiern die Teilnehmer gemeinsam mit den Heimbewohnern eine zünftige Faschingsfete im Schlosssaal. |
| << ZURÜCK << | Text: Robert Beck / Fotos: Irmgard Siegrün // Laber−Zeitung | >> STARTSEITE << |